Geschichte der DLRG-Stiftung Bayern

Die juristische Geburtsstunde der DLRG-Stiftung Bayern ist der Tag der Genehmigungsurkunde durch das Bayerische Innenministerium vom 6.8.1992. Die Stiftung ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts und wurde mit einem Grundkapital von DM 100.000,- ausgestattet.

Im Vorlauf zur Stiftungsgründung gab es innerhalb des Landesverbandes rege Diskussionen über die Zweckmäßigkeit einer selbständigen Stiftung einschließlich der Frage der Mittelbereitstellung für das notwendige Grundkapital. Zusammen mit einer weitgehenden Satzungsänderung des Landesverbandes gab es 1987 einen Arbeitsauftrag zur Errichtung einer Stiftung, der letztlich im November 1991 in einem mehrheitlichen Beschluss des Landesverbandsrates zur Stiftungsgründung mündete. Das notwendige Grundkapital von 100.000,- DM stellten im Wesentlichen der Landesverband, die Bezirksverbände und Spender zur Verfügung.

Die Stiftung ist untrennbar mit dem Namen ihres Gründungsvaters Richard Rosipal verbunden. Bis zu seinem frühen Tode im Jahr 1998 war er Vorstandsvorsitzender „seiner“ Stiftung. Sein Ziel war es, 1 Mio. DM als Stiftungskapital anzusammeln, um  dann mit den Kapitalerlösen die Finanzierung der Aufgaben der DLRG in Bayern dauerhaft abzusichern.

Zum Ende seines Todesjahres 1998 betrug das Stiftungsvermögen knapp 350 Tsd. DM. Durch Kapitalerträge, zahlreichen großherzigen Spenden und  Erlösen aus gezielten Veranstaltungen wie z.B. Tombolen und Konzerten erreichte das Stiftungsvermögen im Jahre 2017 einen Stand von rd. 500 000 Euro.

Unverändert ist der Stiftungszweck der DLRG-Stiftung in § 2 der Satzung niedergelegt: Die Stiftung fördert alle Einrichtungen und Maßnahmen der DLRG im Freistaat Bayern, die der Bekämpfung des Ertrinkungstodes dienen. 

Für jede Spende oder Zustiftung kann eine steuerlich wirksame Bestätigung über Geldzuwendungen nach § 10 b EStG erteilt werden.

Seit der Gründung schüttete die Stiftung an den DLRG-Landesverband und an örtliche Gliederungen knapp 100 Tsd. Euro aus. Die derzeitige Niedrigzinsphase bereitet der Stiftung einige Sorgen und stellt sie vor neue Herausforderungen. Die Kapitalanlagen werfen kaum mehr Zinsen ab. Alternative Anlageüberlegungen, z.B. im Immobilienbereich, mussten umgesetzt werden.

 

In Fortschreibung der ursprünglichen Zielsetzung eines Stiftungsvermögens von 1 Mio. DM ist das ehrgeizige neue Ziel, ein Stiftungsvermögen von 1 Mio. Euro aufzubauen.

Die Geschicke der Stiftung werden von den jeweils vom Landesverbandsrat der bayerischen DLRG auf nun 4 Jahre gewählten Gremien (Stiftungsvorstand, Stiftungsrat) geleitet. Zwischenzeitlich fanden zum 10. Male seit der Gründung, zuletzt am 19.11.2017, Gremienneuwahlen statt. Mehrere Organmitglieder begleiten die Stiftung schon seit den Gründungsjahren. Die Konstanz im Vorstandsvorsitz ist bemerkenswert. Nach dem frühen Tod von R. Rosipal 1998 stand Willi Leichtle bis zur Gremienneuwahl im November 2017, also knapp 20 Jahre, als Vorstandsvorsitzender in der Verantwortung. Ihm gebührt ein besonderer Dank.

Über die Geschichte der DLRG-Stiftung Bayern von seinen Anfängen 1992 bis zum Jahr 2012 liegt beim Landesverband eine ausführliche und bebilderte Broschüre auf.

Dieter Hoffmann

Stiftungsratsvorsitzender der DLRG-Stiftung Bayern