Geschichte der DLRG-Stiftung Bayern

Als die Stiftung 1992 vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren unter der Nr. IA6-1222.1-R-1/92 genehmigt wurde, konnte ein langer Vorlauf, vor allem DLRG-intern, abgeschlossen werden.

Wichtig in der Betrachtung ist die damals ausschließlich beim Landesverband liegende Rechtsfähigkeit als eingetragener Verein, dessen Verantwortung als die juristische Person für die Kassengeschäfte, bis die Untergliederungen selbst eingetragene Vereine also e.V. wurden.

Finanztechnisch schreibt die anerkannte Gemeinnützigkeit der DLRG (steuerliche Anerkennung von Spenden) vor, dass Spenden unmittelbar dem Spendenzweck zufließen müssen. Ausnahmen sind die zweckgebundenen Rücklagen. Damit wird erreicht, dass der Wille des Spenders zur Unterstützung der DLRG auch direkt umgesetzt wird. Deshalb fließen Spenden in den jeweiligen Jahreshaushalt und sind bis zum Jahresende verwendet, aufgebraucht.

Nicht so die Stiftung, die 25% ihrer Einnahmen dem Stiftungskapital zuweisen kann, zusätzlich die als Zustiftung ausgewiesenen Beträge.

Im Vorspann der bayerischen DLRG Landesstiftung gab es auf Landesebene mehrere Anläufe, Gelder in einem "Sparstrumpf" für den Fall zu haben, um momentane Belastungen, die über die Finanzkraft der Gliederung gehen, (Reparaturen, Beschaffungen etc.) abfedern zu können. So hatten wir auf Landesebene noch unter dem Landesvorsitzenden Toni Meier eine Rücklage aufgebaut, um eine Landesgeschäftsstelle einzurichten.

Als dann (mit Abschluss 1978) das bayer. Rettungsdienstgesetz in Kraft trat wurden aus diesem Topf unter Präsident Siegfried Rosenkranz Gliederungen mit Großgeräten ausgestattet, um die Anforderungen an eine Wasserrettungsorganisation DLRG Bayern zu erfüllen. Zuschüsse zur Erstausstattung vom bayerischen Innenministerium gab es damals nicht!

Daran anschließend gab es einen Hilfsfonds mit Anteilszeichnung der Gliederungen um Ausgaben DLRG-intern abfedern zu können. Doch die Bezuschussungsanträge aus den Gliederungen an den Fonds waren höher als das vorhandene Kapital.

Auf der Landesverbandstagung 1987 in Augsburg gab sich dann der Landesverband Bayern unter Präsident Richard Rosipal eine total neue Satzung mit der Möglichkeit einer eigenen Rechtsfähigkeit der Untergliederungen im Landesverband Bayern.

Gleichzeitig wurde der Streitpunkt Finanzierung in einem Arbeitsauftrag - Errichtung einer Stiftung - festgelegt. Die Ablösung der inzwischen angehäuften Verbindlichkeiten beim Landesverband erfolgte durch Verselbstständigung der Gliederungen (als e.V.). Für die Selbstständigkeit der Untergliederung musste diese eine Ablöse von DM 15,84 pro Mitglied bezahlen und konnte mit Zustimmung des Landesverbandsrats "eingetragener Verein" beantragen. Aus diesem Geldrückfluss konnte auch das Stiftungsgrundkapital in Höhe von 50.000.-- Euro erbracht werden.

Die Erfahrungen der Vorläufer-Finanztöpfe floss in die Satzung der Stiftung ein. Nach dem Gründer Richard Rosipal haben wir mit Willi Leichtle erst den 2. Stiftungsvorsitzenden im Ehrenamt.

Der Landesverbandsrat der DLRG Bayern wählt auf Basis einer Vorschlagsliste der Stiftung den Stiftungsvorstand und die Stiftungsräte auf 4 Jahre. Diese organisieren sich nach ihrer Stiftungssatzung und arbeiten unabhängig von der Landesverbandsorganisation zum Wohle der DLRG in Bayern.

Mit Spenden/ Zustiftungen ist es gelungen, ein Stiftungskapital aufzubauen, aus dessen jährlichen Zinserlösen beantragte Projekte bezuschusst werden können.

Unsere Zielsetzung : 1000 Spender mit 1000 Euro für die DLRG finden!

Karl Faber
Stiftungsrat der DLRG-Stiftung Bayern